
Wenn all Deine Unterlagen vollständig sind (siehe Antrag auf Erteilung der Fahrerlaubnis) und Du ca. 6 Mal beim theoretischen Unterricht warst, dann kannst Du Termine für Fahrstunden vereinbaren! Die praktische Ausbildung findet entsprechend der sog. Stufenausbildung statt und mit Hilfe einer Diagrammkarte, auf der Deine Stunden notiert werden, kannst Du immer sehen, wie weit Deine Ausbildung fortgeschritten ist. Wie viele Fahrstunden Du benötigst, hängt von Deinen Stärken und Schwächen ab. In der Grundstufe lernst Du zunächst das Fahrzeug kennen. In der Aufbaustufe automatisierst Du alles, was mit der Fahrzeugbedienung zu tun hat. Langsam wirst Du in der Leistungsstufe andere Verkehrsteilnehmer mit in Deine Entscheidungen einbeziehen. Wenn das alles ganz gut klappt, dann geht es mit den Sonderfahrten los. Hier fährst Du zunächst auf Landstraßen, dann geht es auf die Autobahn und zum Schluss fährst Du bei Dämmerung bzw. Dunkelheit. Bevor es dann zur Prüfung geht, fährst Du in der Reife- und Teststufe selbständig unter Prüfungsbedingungen. Übrigens ist die Anzahl der Sonderfahrten vom Gesetzgeber vorgeschrieben.
In der praktischen Prüfung kannst Du unter Beweis stellen, was Du in den vergangenen Fahrstunden alles gelernt hast. Sie teilt sich auf in die eigentliche Prüfungsfahrt sowie die fahrtechnische Vorbereitung und Sicherheitskontrollen. Bei der fahrtechnischen Vorbereitung geht es im Wesentlichen darum, dass Du den Sitz, die Spiegel etc. richtig eingestellt hast und allgemein mit den Bedienungseinrichtungen vertraut bist. Die Sicherheitskontrolle beinhaltet z.B. das Benennen der Kontrollleuchten, das Überprüfen der Beleuchtungseinrichtungen usw. All das lernst Du selbstverständlich während der Ausbildung so gut, dass Du damit überhaupt keine Probleme haben wirst. In der praktischen Prüfung für die Zweirad-Klassen kommen dann noch die sog. Grundfahraufgaben hinzu, die Du immer und immer wieder geübt hast und somit auch sicher beherrscht. Bei der eigentlichen Prüfungsfahrt zeigst Du dann, dass Du in der Lage bist, das Fahrzeug verkehrsgerecht und sicher zu führen. Während der Fahrstunden hast Du Bielefeld so gut kennengelernt, dass Du mit der nötigen Aufmerksamkeit auch diesen Teil gut absolvieren kannst!
In der Regel sorgen auch die Prüfer für eine angenehme Atmosphäre. Ihnen ist sehr wohl bewusst, welche Bedeutung die Führerscheinprüfung hat und dass Du vermutlich nervös sein wirst. Die Nervosität und die daraus häufig resultierende Unsicherheit versucht der Prüfer durch ein freundlich-sachliches Klima in der Prüfung abzubauen. Entsprechend der Prüfungsrichtlinie hat der Prüfer sogar die Möglichkeit, helfende Hinweise zum erwartenden Verhalten zu geben und er wird Dich mit Sicherheit nicht "in´s offene Messer laufen lassen".
| Kl. A | 60 Minuten |
| Kl. A1 | 45 Minuten |
| Kl. B | 45 Minuten |
| Kl. BE | 45 Minuten |
| Kl. M | 30 Minuten |